28. Prädikatsvergabe

"Vielfalt im Wandel der Arbeitswelt"

Online-Veranstaltung per Livestream aus dem Posttower in Bonn am 26. Oktober 2021

Auch das Jahr 2021 war geprägt von der Covid-19-Epidemie, unter deren Einschränkungen man sich oft neu zu erfinden hatte. So war es eine logische Konsequenz, die Veranstaltung im virtuellen Format zu planen und durchzuführen.  

Im Vorfeld der Veranstaltung bekamen die ausgezeichneten Organisationen wieder ihre Urkunden in einem mit Liebe geschnürten Paket zugeschickt. Online waren am Tag der Veranstaltung gut 150 Teilnehmer*innen dabei, um das Programm zu verfolgen.

Der stellvertretetende Vorstandsvorsitzende Udo Noack begrüßte alle Mitwirkenden und Gäste und überbrachte die Grüße und Glückwünsche der erkrankten Vorsitzenden Eva Maria Roer.

Dr. Thomas Ogilvie, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutsche Post DHL Group betonte in seiner Keynote "Chancengerechtigkeit als Wettbewerbsvorteil im 21. Jahrhundert" die grundlegende Haltung und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden als einzige nachhaltige Wettbewerbsfaktoren. Daraus ergibt sich die Rolle und die Bedeutung von Chancengerechtigkeit, die per se divers ist. In seiner überzeugenden, authentischen und kraftvollen Präsentation stellte er den Weg des globalen Personalmanagements der Deutschen Post DHL vor, das auf vier Säulen ruht:

  • dem überzeugenden Narrativ, dass DHL in seinem „Stategiehaus“ visualisiert
  • dem Wissen um die wesentlichen Kennzahlen, bei DHL in Echtzeit
  • der Erfahrung, dass es kein globales „one size fits all“ gibt und DHL deshalb die Besonderheiten jeder einzelnen Region im Blick hat und
  • dem Tipp: Gehe den Weg und habe Geduld.

Sein Fazit: Diversität und Chancengerechtigkeit müssen Teil der Unternehmens-DNA sein!

Dr. Ogilvie und Susanna Nezmeskal-Berggötz, Vice President Diversity & Values der Deutschen Post DHL Group, erhielten danach stellvertretend für alle anderen 59 Prädikatsträger des Jahres 2021 ihre Urkunde aus den Händen von Udo Noack. Ein Film, bestehend aus den Fotos der Prädikatsträger*innen, schuf einen Raum, in dem jede Organisation gewürdigt werden konnte.

Dorothee Bär, Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung und Kuratoriumsmitglied bei TOTAL E-QUALITY Deutschland e. V. überbrachte per Videobotschaft Glückwünsche der Politik.

Nach einer Pause folgte eine virtuelle Paneldiskussion zum Thema „Vielfalt im Wandel der Arbeitswelt“ mit Lena Marbacher Ph.D., Co-Founder Neue Narrative Publishing und Prof. Dr. Claude Draude, Mitglied der Sachverständigen-kommission der Bundesregierung für den Dritten Gleichstellungsbericht, Thema: Digitalisierung. Die Runde wurde moderiert von Susanna Nezmeskal-Berggötz. „Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?“ und „Wie wollen wir als Gemeinschaft gut zusammenleben?“ waren die zentralen Fragen. Chancengerechtigkeit und Vielfalt sind in einer diskriminierungsfreien Wirtschaft selbstverständliche Haltungen und Werte, die in die sachliche Arbeit im Miteinander einfließen.

Frau Marbacher untermauerte, dass es notwendig ist, weg von den Hierarchien zu kommen, hin zu Vertrauen. Es braucht agile, selbstorganisierende Organisationen, in denen die Menschen alle notwendigen Werkzeuge haben und jede/r sich mit seinen besonderen Fähigkeiten für das Ganze einbringt, in denen sich Wissen vernetzt und allen zur Verfügung steht, wo und wann immer es gebraucht wird.

Eigenverantwortung war auch der Ansatz bei Frau Professor Draude: Bildungsarbeit wird essenziell sein, für jede/n Mitarbeitenden. Die Zukunft fordert, Wissen zu demokratisieren, es jedem/jeder zugänglich zu machen und Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Es braucht verbindliche Regeln zur Vermeidung von Diskriminierung: gleichstellungsbewusste Technik, Barrierefreiheit, Intersektionalität.

Es war eine spannende Diskussion, die viele Themen nur umreißen konnte und Potenzial hat, weiter darüber nachzudenken und Veränderungen anzustoßen. Wir danken den beiden Teilnehmerinnen und der Moderatorin herzlich!

Diese kraftvolle Energie nahmen danach Udo Noack und Dr. Ulla Weber, ebenfalls Vorstandsmitglied bei TOTAL E-QUALITY, auf und präsentierten die Neuausrichtung des TOTAL E-QUALITY Prädikats. Der Schwerpunkt geht hin zu einem ganzheitlichen Verständnis von Chancengerechtigkeit im Sinne von Vielfalt. Hierbei spielen die Aspekte Geschlechtergerechtigkeit und Diversitätsgerechtigkeit, Intersektionalität, inklusiver und struktureller Ansatz sowie Monitoring eine große Rolle. Künftig gibt es kein Add-On für Diversity mehr - das Prädikat steht dann für Vielfalt. Umgesetzt findet sich dies in unserem neuen Bewerbungsportal, mit dem die Bewerbung übersichtlicher, einfacher und auch technisch besser handhabbar wird. Einige Slides vermittelten einen ersten optischen Eindruck von diesem Portal. Es steht noch im Herbst zur Verfügung, der Verein informiert in Kürze über den Start.  

Auch wenn wir nicht miteinander feiern konnten, bleibt das Gefühl der Verbundenheit, das uns im Engagement für Chancengleichheit und Vielfalt eint. Und mit dieser gemeinsamen Kraft gehen wir nun weiter an die nächsten Aufgaben und Herausforderungen.

Wir gratulieren allen Prädikatsträger*innen nochmals herzlich und weisen an dieser Stelle auf unsere Online-Kanäle hin, in denen wir wieder ab sofort in bunter Mischung die ausgezeichneten Organisationen porträtieren.

Das Programm im Rückblick


Ausgezeichnet wurden folgende Organisationen:

Die Träger des Prädikats für Chancengleichheit & Diversität  

  • Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg
  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br.
  • Berolina Klinik
  • Bochum Wirtschaftsentwicklung, WirtschaftsEntwicklungGesellschaft Bochum mbH
  • Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen Aktiengesellschaft
  • Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
  • BREDEX GmbH
  • Commerzbank AG
  • Deutsche Post AG
  • Diagramm Halbach GmbH & Co. KG
  • Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
  • Europa-Universität Flensburg
  • Freie Universität Berlin
  • Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • Gebäudemanagement Schleswig-Holstein, AöR
  • GFFB gGmbH
  • Hochschule Schmalkalden
  • Investitionsbank Schleswig-Holstein
  • Jobcenter Dortmund
  • Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Leibniz-Institut für ökologische Raumentwickung e.V. Dresden IÖR
  • Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung im Forschungsverbund Berlin e. V.
  • Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg)
  • Projektron GmbH
  • Robert Bosch Elektronik GmbH Salzgitter
  • Ruprecht Karls Universität Heidelberg
  • Sparkasse Nürnberg
  • Stadtverwaltung Ulm
  • Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
  • Technische Universität Kaiserslautern (TUK)
  • Unfallkasse NRW
  • Universität Paderborn
  • Universität Regensburg
  • Universität Siegen
  • Zentrum für Weiterbildung gGmbH
  • ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim

  

Die Träger des Prädikats für Chancengleichheit

  • Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft - ARL
  • Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Dortmund
  • Bauhaus-Universität Weimar
  • BIM Putztuch GmbH & Co. KG
  • Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED), Informationszentrum Lebenswissenschaften
  • Dicke & Partner DWD GmbH
  • DMT-Gesellschaft für Lehre und Bildung mbH (DMT-LB)
  • Ferdinand-Braun-Institut gGmbH, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik
  • FMT Produktions-GmbH & Co. KG
  • Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI)
  • Hochschule Fulda, University for Applied Sciences
  • Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
  • Hochschule Hannover
  • Hochschule Mannheim, Mannheim University of Applied Sciences
  • Hochschule Wismar, University of Applied Science Technology, Business and Design
  • Leibniz- Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) e.V.
  • Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP)
  • Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE e. V.
  • Plan International Deutschland e. V.
  • RCI – Regensburger Centrum für Interventionelle Immunologie, Stiftung öffentlichen Rechts
  • RheinEnergie AG
  • Stiftung zur Erforschung von Ost- und Südosteuropa, Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung - IOS
  • TEAM GmbH
  • W&W-Konzern (Wüstenrot und Württembergische)

Auch im Herbst 2022 werden wieder TOTAL E-QUALITY Prädikate verliehen. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. April 2022.

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Aktueller Abgabetermin

Einsendeschluss für Ihre Bewerbungsunterlagen für die nächste Runde ist der 30. April 2022.

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