Max-Planck-Institut für Geoanthropologie
Prädikate
- Prädikatsträger
- 2023 und 2026
- Aktuell
- 2. Prädikat
Portrait
Das Max-Planck-Institut für Geoanthropologie (MPI-GEA) erforscht die grundlegenden Dynamiken des Anthropozäns – von Klimawandel und Biodiversitätskrise bis zur Übernutzung natürlicher Ressourcen. Im Mittelpunkt stehen die Wechselwirkungen zwischen Erdsystem und menschlicher Zivilisation. Durch einen interdisziplinären Ansatz werden Klimaforschung, Biodiversitätswissenschaften und Sozialwissenschaften zusammengeführt, um Handlungsspielräume für eine nachhaltige und inklusive Entwicklung aufzuzeigen.
Von den insgesamt 129 Beschäftigten sind 53 % Frauen. Auch unter den Führungskräften ist eine paritätische Geschlechterverteilung erreicht. Unter den wissenschaftlichen Beschäftigten liegt der Frauenanteil bei 55 %, im Bereich Technik und Verwaltung bei 49 %.
Im aktuellen Gleichstellungsplan (2024–2026) ist die Chancengleichheitsstrategie des MPI-GEA strategisch festgeschrieben, die zunehmend auch Diversitätsaspekte einbezieht. Die Gleichstellungs-kommission tagt zweimal jährlich: Die Gleichstellungsbeauftragte ist fest in die Extended-Management-Meetings eingebunden.
Das MPI-GEA bekennt sich sowohl nach innen als auch nach außen sichtbar zu Chancengleichheit und Vielfalt. Die jährliche Ausstellungsreihe „Vorneweg, nicht hintenan" würdigt inspirierende Wissenschaftlerinnen und macht weibliche Vorbilder in der Forschung sichtbar. Die Gender Awareness Week sensibilisiert alle Mitarbeitenden durch Workshops, Ausstellungen und Social-Media-Aktivitäten für Diversitätsaspekte, mit besonderem Fokus auf der ethnischen Herkunft. Darüber hinaus engagiert sich das Institut gemeinsam mit über 8.000 Einzelpersonen und Organisationen in der Initiative „Weltoffenes Thüringen" für Menschenrechte, Demokratie und gesellschaftliche Offenheit.
Darüber hinaus wurden Uni-Sex-Toiletten eingerichtet und das Thema Mental Health in den vergangenen drei Jahren stärker als Element der Chancengleichheit verankert.
Auch in der Personalarbeit zeigt das MPI-GEA zukunftsorientierte und chancengerechte Ansätze. So werden in Einstellungsgesprächen ab der Postdoc-Ebene standardmäßig zwei Fragen mit Bezug zu Aspekten der Diversitätsgerechtigkeit gestellt; im nicht-wissenschaftlichen Bereich ist eine Standardfrage zu Mikroaggressionen etabliert.
Die standardisierte Integration von Chancengleichheitsaspekten in Stellenbesetzungsverfahren ist vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Situation von immenser Bedeutung: Das Institut steht vor einem bedeutenden Wachstumsschritt. Die Anzahl der Abteilungen wird von derzeit drei auf künftig fünf ausgebaut, was mit einer Vielzahl neuer Einstellungen einhergehen wird.
Insgesamt ist in der Mehrheit der Aktionsfelder ein nachhaltiges und institutionell verankertes Engagement für Chancengleichheit und Vielfalt zu erkennen.
Allgemeine Informationen
- Bundesland
- Thüringen
- Ort
- Jena
- Organisationsbereich
- Wissenschaft
- Branche
- Forschungseinrichtung
- Anzahl der Mitarbeiter*innen
- 129
Kontakt
- Internetauftritt
- http://www.shh.mpg.de/