German Institute for Global and Area Studies, Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien
Prädikate
- Prädikatsträger
- 2020, 2023 und 2026
- Aktuell
- 3. Prädikat
Portrait
Das German Institute for Global and Area Studies, Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien (GIGA) ist ein unabhängiges sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut mit Sitz in Hamburg und Berlin. In vier Forschungsschwerpunkten – Politische Verantwortlichkeit und Partizipation, Frieden und Sicherheit, Globalisierung und Entwicklung sowie Globale Ordnungen und Außenpolitik – werden die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten untersucht. Das GIGA verbindet wissenschaftliche Unabhängigkeit mit globaler Vernetzung und übersetzt fundierte Erkenntnisse über den Globalen Süden in konkrete Politikberatung.
Das GIGA beschäftigt 131 Mitarbeitende mit einem Frauenanteil von 56 %. Unter den wissenschaftlichen Beschäftigten ist der Anteil an Frauen leicht von 49 % auf 46 % gesunken. Mittlerweile sind drei der sechs W3-Professuren von einer Frau besetzt. Demgegenüber ist der Anteil an Frauen in der Postdoc-Phase gesunken und liegt aktuell bei 33 % (2023: 45 %). Unter den Promovierenden beträgt der Frauenanteil hingegen 59 %. In den Leitungsgremien sind Frauenanteile in den vergangenen drei Jahren weitgehend gleichgeblieben: Die Position der Präsidentin ist mit einer Frau besetzt, eine der vier Dekan*innen sowie zwei der fünf Gruppenleiter*innen sind Frauen.
Das GIGA fördert aktiv ein wertschätzendes und gleichstellungsorientiertes Arbeitsklima. Besonders hervorzuheben ist das vielseitige und zielgruppenspezifische Weiterbildungsangebot. Durch Workshops wie „The No Club" werden Forscherinnen geschult, ihre Zeit strategischer einzuteilen und geschlechterbezogene Muster in der Arbeitsverteilung zu erkennen. Zudem wird neuerdings ein FLINTA-Austauschformat angeboten. Dabei benennt das GIGA offen und selbstkritisch die Herausforderung, auch weniger sensibilisierte und interessierte Mitarbeitende anzusprechen und einzubinden.
Ebenso positiv zu werten ist ein institutsinterner Reflexionsprozess, der mit einem abschließenden „Future Lab" Machtstrukturen und Machtmissbrauch offen thematisiert und aufarbeitet. In moderierten Arbeitsphasen – zunächst in Statusgruppen, anschließend in gemischten Gruppen – erarbeiteten Mitarbeitende aus Wissenschaft, Verwaltung und Leitung gemeinsam konkrete Ansätze für eine respektvolle und inklusive Zusammenarbeit. Der Prozess förderte dabei den dialogischen Austausch über Status- und Abteilungsgrenzen hinweg und sollte unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen.
Seit dem letzten Bewerbungszeitraum hat das GIGA neue Maßnahmen zur strukturellen Verankerung von Diversität und Chancengleichheit geschaffen. Ein besonders sichtbares Zeichen dafür ist die Gründung des JADE-Councils (Justice, Anti-Discrimination & Empowerment). Das Gremium bündelt institutionelle Verantwortung für Gerechtigkeits- und Diversitätsthemen und stimmt Maßnahmen zur Förderung von Chancengleichheit strategisch ab. Auch gibt es seit diesem Jahr eine*n Empowerment-Beauftragte*n, der*die als Ansprechperson für Menschen fungiert, die – schwerpunktmäßig rassistischer - Diskriminierung ausgesetzt sind.
Allgemeine Informationen
- Bundesland
- Hamburg
- Ort
- Hamburg
- Organisationsbereich
- Wissenschaft
- Branche
- Forschungseinrichtung
- Anzahl der Mitarbeiter*innen
- 131
Kontakt
- Internetauftritt
- http://www.giga-hamburg.de/