Regionalverband Ruhr
Prädikate
- Prädikatsträger
- 2017, 2020, 2023 und 2026
- Aktuell
- 4. Prädikat
Portrait
Der Regionalverband Ruhr (RVR) mit Sitz in Essen ist der Zusammenschluss von elf kreisfreien Städten und vier Kreisen der Metropole Ruhr mit rund 5,1 Mio. Einwohner*innen. Als gesetzlich verankerter Regionalverband koordiniert der RVR Regionalplanung, Infrastruktur-, Wirtschafts- und Tourismusförderung und fungiert als Netzwerker, Dienstleister und Projektträger für das Ruhrgebiet.
Der RVR beschäftigt 620 Mitarbeitende, davon sind 55 % Frauen. Von 79 Mitarbeiter*innen in Führungspositionen sind 39 % Frauen. Eine Führungskraft ist non-binär.
Chancengleichheit ist über den Gleichstellungsplan als strategisches Ziel strukturell verankert und wird durch die Gleichstellungsstelle sowie das Diversity Management mit Beratungs-, Sensibilisierungs- und Fördermaßnahmen aktiv begleitet und teilweise über gesetzliche Vorgaben hinaus umgesetzt. Der alle fünf Jahre erneuerte Plan (aktuelle Laufzeit 2026 bis 2030) benennt konkrete Maßnahmen, Ziele und Verantwortlichkeiten zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit, darunter Frauenquoten, Führungskräftetrainings und spezifische Workshops für weibliche Mitarbeitende. Ein weit entwickelter Gender-Mainstreaming-Ansatz ist strukturell in Planung und Regionalentwicklung integriert. Die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) vertritt die Interessen junger Beschäftigter und arbeitet mit dem Personalrat zusammen. Der Verband hat die Charta der Vielfalt unterzeichnet.
Der RVR führt Auswahlgespräche und Assessment Center standardisiert durch, um stereotype Zuschreibungen zu reduzieren und faire Auswahlverfahren zu gewährleisten. Jährliche Mitarbeiter*innengespräche fördern individuelle Entwicklung und ermöglichen einen offenen Austausch zu Aufgaben, Führung und Zusammenarbeit. Berufsbegleitende Qualifizierungsmaßnahmen bereiten Mitarbeitende gezielt auf interne Stellenbesetzungsverfahren vor. Transparente Auswahlkriterien für die Teilnahme an diesen Maßnahmen gehen aus der Bewerbung nicht hervor.
Im Sinne einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben unterstützt der Verband Mitarbeitende mit flexiblen Arbeitsmodellen und gezielten Angeboten rund um Familie und Pflege. Dienstvereinbarungen ermöglichen flexible Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten, Teilzeit in der Elternzeit sowie Führung in Teilzeit oder Jobsharing. Durch den BUK Familienservice erhalten Mitarbeitende externe Beratung zu Kinderbetreuung und Pflege. Eine externe Großtagespflegestelle deckt den Betreuungsbedarf für Kinder unter drei Jahren weitgehend ab. Neu etabliert wurde ein Elternnetzwerk, das Austausch ermöglicht und durch Bedarfsanalysen impulsgebend für neue Angebote dient. Der Verband ist Unterzeichner der Charta Beruf und Pflege.
Zur Förderung eines diskriminierungsfreien Arbeitsumfelds werden im RVR sowohl präventive als auch intervenierende Maßnahmen ergriffen. Führungskräfte nehmen verbindlich an ganztägigen Schulungen zu wertschätzender Kommunikation, Anerkennung und diskriminierungsfreier Zusammenarbeit teil. Bei Vorfällen wie Mobbing, Belästigung oder sexualisierter Gewalt stehen Gleichstellungsstelle, AGG-Beauftragte und Personalrat beratend zur Verfügung. Neu hinzu kommt ein Leitfaden, der allen Mitarbeitenden und Führungskräften konkrete Handlungssicherheit im Umgang mit Fällen sexualisierter Belästigung am Arbeitsplatz gibt, inklusive konkreter Ansprechpartner*innen im Verband.
Der RVR verfügt über eine Vielzahl koordinierter Maßnahmen in den jeweiligen Handlungsfeldern. Gleichstellungsplan und Gleichstellungsstelle bilden dabei einen strukturierenden Rahmen, besonders die Vielzahl der Vereinbarkeitsangebote sowie die Strategien für eine chancengerechte Personalarbeit sind hervorzuheben.
Allgemeine Informationen
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- Ort
- Essen
- Organisationsbereich
- Wirtschaft
- Branche
- Verband
- Anzahl der Mitarbeiter*innen
- 620
Kontakt
- Internetauftritt
- http://www.rvr.ruhr/