Stadt Dortmund
Prädikate
- Prädikatsträger
- 2014, 2017, 2020, 2023 und 2026
- Nachhaltigkeitspreis
- 2026
- Aktuell
- 5. Prädikat
Portrait
Dortmund gehört mit rund 600.000 Einwohner*innen zu den größten Städten Deutschlands und ist nach Köln und Düsseldorf die drittgrößte Stadt des Bundeslands. Sie ist Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr mit etwa elf Millionen Menschen und ein wichtiger Standort für Wirtschaft, Logistik und Dienstleistungen. Die Stadtverwaltung versteht sich als welt- und kulturoffene Arbeitgeberin mit Chancengerechtigkeit, Gleichstellung und Vielfalt als zentralen Zielen.
Die Stadt Dortmund beschäftigt 14.363 Mitarbeitende. Davon sind mit 8.545 Mitarbeiterinnen 59 % (2023: 64 %) Frauen.
Chancengleichheit und Vielfalt sind über Gender Mainstreaming und einen breiten Diversity-Ansatz fest verankert. Ein zentrales Element ist das Gleichstellungsmonitoring über den Gleichstellungsplan. Fortschritte werden mit Blick auf die berufliche Förderung von Frauen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie regelmäßig ausgewertet. Dazu kommen jährliche Dialoggespräche, in denen Gleichstellungsbeauftragte und Fachbereichsleitungen gemeinsam über anstehende Personal- und Organisationsentwicklungen sprechen. Zur weiteren Verankerung ist in jedem Fachbereich mindestens eine Person als Beauftragte für Gleichstellung tätig. Sie nehmen an den zweimal jährlich stattfindenden Gleichstellungskonferenzen teil und erhalten dort Schulungen zu gleichstellungsrelevanten Themen.
Zahlreiche Aktionen in und für die Stadtgesellschaft kennzeichnen das öffentliche Engagement für Chancengleichheit. Rund um Aktionswochen und -tage organisiert die Verwaltung - gemeinsam mit vielen Gruppen, Vereinen und Organisationen - Veranstaltungen, so zum Equal Pay Day, zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen oder zum Internationalen Frauentag. Auch über diese Anlässe hinaus engagiert sich die Stadt Dortmund kontinuierlich: 2024 und 2025 fand eine große Kooperationsreihe „DiverseCity“ zu den Themen Geschlecht und Alter statt. Hinzu kommt das weitergeführte Projekt „Frauen in der Politik“, das gezielt den Anteil von Frauen in politischen Ämtern stärken soll.
Die Stadt Dortmund fördert Mitarbeitende durch gezielte Personalentwicklung, Führungskräfteprogramme und ein strukturiertes Boarding-Konzept. Besonders Frauen werden durch Qualifizierungen, Mentoring und Netzwerke unterstützt, um Karrierechancen zu verbessern und den Zugang zu Führungspositionen zu stärken.
Für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben implementiert die Stadt Dortmund neben gängigen Modellen innovative Maßnahmen. So soll die Konzeptreihe „Führung 4.0" die Personalführung bei der Stadt Dortmund zukunftsorientiert gestalten und die Karrieremöglichkeiten für Führungsnachwuchskräfte erweitern. In diesem Rahmen entstehen unter anderem neue Führungsmodelle wie das Co-Leadership-Modell, das eine gemeinsame Führung in Teilzeit ermöglicht. Bemerkenswert ist zudem das Projekt „Meine Stadt - Meine Perspektiven", in dem die beruflichen Lebensläufe von Beschäftigten der Stadtverwaltung untersucht werden. Ziel ist es, Hürden und Unterschiede in der Karriereentwicklung von Frauen und Männern zu identifizieren, insbesondere mit Blick auf Unterrepräsentanz, Teilzeit und Elternzeiten. Die Ergebnisse werden wissenschaftlich ausgewertet und von einer Steuerungsgruppe genutzt, um bestehende Gleichstellungsmaßnahmen zu überprüfen und neue Maßnahmen zur Chancengleichheit zu entwickeln.
Die Antidiskriminierungsmaßnahmen der Stadtverwaltung umfassen Intervention und Prävention. Für die große Themenvielfalt in der Verwaltung stehen neben Gleichstellungsbüro vielfältige zentrale Anlaufstellen bereit, darunter Koordinierungsstelle LSBTIQ* und Inklusionsbeauftragte. Diese Vielfalt zeigt sich auch durch Maßnahmen wie der „Förderung der Erwerbsarbeit von Frauen“. Dazu gehört die besondere Unterstützung von Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung bei der Integration in den Arbeitsmarkt (Job.Start-Messe 2024). Über Fortbildungen, Workshops und Veranstaltungsreihen werden Themen wie Diskriminierung, Machtmissbrauch oder Sexismus aktiv bearbeitet, etwa durch die seit 2011 bestehende Koordinierungsstelle für LSBTIQ*, die regelmäßige Fortbildungen für Mitarbeitende organisiert. Ein Erfolg seit der letzten Bewerbung ist die eingerichtete Koordinierungsstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention. Sie bündelt Maßnahmen zur Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen und stärkt die bereichsübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung wie mit der Stadtgesellschaft.
Die Stadt Dortmund verfolgt in ihrer Chancengleichheitsstrategie einen umfassenden Ansatz mit konkreten Maßnahmen in allen Bereichen. Viele davon richten sich nicht nur an die eigene Belegschaft, sondern an die gesamte Stadtbevölkerung und entfalten so eine größere Multiplikator*innenkraft. Durch die kontinuierliche Netzwerkarbeit des Gleichstellungsbüros der Stadtverwaltung mit Organisationen, Initiativen und Vereinen in Dortmund ist stadtübergreifend ein breit aufgestelltes, gleichstellungsorientiertes Netzwerk entstanden.
Allgemeine Informationen
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- Ort
- Dortmund
- Organisationsbereich
- Verwaltungen & Verbände
- Branche
- Behörden & Verwaltungen
- Anzahl der Mitarbeiter*innen
- 14363
Kontakt
- Internetauftritt
- http://www.dortmund.de/