Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow e.V.
Prädikate
- Prädikatsträger
- 2019, 2022 und 2025
- Current
- 3. Prädikat
Portrait

(Fotonachweis: Dubnow-Institut, Leipzig)
Das interdisziplinär ausgerichtete Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow e.V. erforscht jüdische Lebenswelten, insbesondere in Mittel- und Osteuropa, sowie in den Bereichen jüdische Emigration, Israel und Amerika. Die Forschungsarbeit ist stark gesellschaftspolitisch relevant und verfolgt eine gesamteuropäische Perspektive. Seit 2018 gehört das Institut zur Leibniz-Gemeinschaft.
Das Institut hat ein Gesamtbudget von 3,2 Millionen Euro und beschäftigt 43 Personen, davon sind 63 % Frauen. Unter den wissenschaftlich Beschäftigten sind 52 % Männer, auf Postdoc-Ebene 67 % und unter den Promovierenden 83 %. Die Führungspositionen im Institut sind paritätisch besetzt.
In den letzten Jahren hat das DI seine Gleichstellungsarbeit durch die Einführung strukturierter Gesprächsformate gestärkt. Seit 2022 finden zwei Treffen jährlich zwischen Direktion und Gleichstellungsbeauftragter, vier Treffen des Arbeitskreises Gleichstellung sowie eine jährliche Informationsveranstaltung zur Gleichstellung statt. Zudem nimmt die Gleichstellungsbeauftragte regelmäßig an den monatlichen Leitungsteamsitzungen teil. Der Arbeitskreis Gleichstellung, der alle Statusgruppen des Instituts einbezieht, arbeitet inzwischen aktiv an wichtigen Regelwerken wie der Arbeitszeitordnung, dem Gleichstellungsplan und dem Leitfaden für gendersensible Sprache mit. Die etablierten Formate fördern den kontinuierlichen Dialog auf allen Ebenen und machen Gleichstellungsarbeit im Institut sichtbar und nachhaltig wirksam.
Das Institut zeigt auch im Bereich der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung ein starkes Engagement für Chancengleichheit. Im Herbst 2024 nahm das internationale Graduiertenkolleg „Belongings“ in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig und der Hebräischen Universität Jerusalem seine Arbeit auf. 90 % (9 von 10) der Promotionsstellen und 50 % der Postdoc-Stellen wurden mit Frauen besetzt. Zurzeit läuft die Ausschreibung für die zweite Kohorte.
Die Sichtbarkeit von Gleichstellung wurde durch die barrierefreie Neugestaltung der Webseite erhöht, auf der Gleichstellungsthemen nun prominent vertreten sind. Zusätzlich wurden interne Fortbildungsangebote eingeführt, ein Leitfaden für diskriminierungssensibles Verhalten erarbeitet und standardisierte Berufungsverfahren mit Kriterien zur geschlechtergerechten Auswahl implementiert.
Der Gleichstellungsansatz des DI ist ganzheitlich und strategisch fundiert. Im Personalentwicklungskonzept (PEK) sind konkrete Instrumente wie die verbindliche Beteiligung der Gleichstellungsbeauftragten an Personalprozessen und die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie klar verankert. Intersektionale Perspektiven und Aspekte von Geschlechtervielfalt fließen zunehmend ein; unter anderem wurde gendersensible Sprache verbindlich in internen Regelwerken etabliert. Ein kontinuierliches Monitoring erfolgt durch externe Evaluationen des Senats und des Wissenschaftlichen Beirats sowie durch die jährliche Überprüfung des Programmbudgets.
Im Aktionsfeld „Chancengleichheit in Forschung, Lehre und Studium“ erkennt die Jury weiteres Entwicklungspotenzial, das in den kommenden Jahren gezielt aufgegriffen werden soll, etwa durch den Ausbau gezielter Förderprogramme für Promovierende und Postdocs oder durch eine verstärkte Berücksichtigung von Diversitätsperspektiven in der Forschung.

Allgemeine Informationen
- Bundesland
- Sachsen
- Ort
- Leipzig
- Organisationsbereich
- Wissenschaft
- Branche
- Forschungseinrichtung
- Anzahl der Mitarbeiter*innen
- 43
Contact
- Internetauftritt
- http://www.dubnow.de/