Frauenförderung – die Richtung stimmt!

Stadt Nürnberg

Mit Frauenförderplan und flexiblen Arbeitszeiten sorgt die Stadt Nürnberg für gleiche Chancen von Frauen und Männern.

Die Stadt Nürnberg schafft nicht nur gleiche Rahmenbedingungen für den beruflichen Erfolg von Frauen und Männern, sondern fördert speziell die Karriere von Frauen in der Stadtverwaltung. Damit steigert die Stadt auch ihre Attraktivität als Arbeitgeber. 2010 hat Nürnberg bereits zum vierten Mal das Prädikat TOTAL E-QUALITY erhalten.

Geschlechtergerechte Personalpolitik ist notwendig

„Am TOTAL E-QUALITY beteiligt sich unsere Stadt, weil für uns eine geschlechterbewusste und geschlechtergerechte Personal- und Organisationsentwicklung schon seit der Einrichtung einer Frauenbeauftragten 1986 nicht nur ein Anliegen, sondern auch eine Notwendigkeit bedeutet“, betont Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. „Die Potenziale von Frauen und Männern zu nutzen, ist nicht nur eine gesellschaftspolitische, sondern vor allem eine betriebswirtschaftliche Herausforderung.“

Foto von Dr. Ulrich MalyChancengleichheit hat in Nürnberg Tradition: Bereits 1988 hat die damalige Frauenbeauftragte der Stadt am Entwurf für einen Frauenförderplan mitgewirkt. Er wurde 1989 vom Stadtrat beschlossen und wird seitdem kontinuierlich fortgeschrieben. Um den Frauenanteil in Leitungsfunktionen zu erhöhen, wurde darin unter anderem die leistungsbezogene Quotierung festgeschrieben: „Konkurrieren eine Bewerberin und ein gleich qualifizierter Bewerber in Berufsbereichen und Funktionsebenen miteinander, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, fällt die Entscheidung zugunsten der Frau“, erklärt die heutige Frauenbeauftragte Ida Hiller. So steigen die Frauenanteile in den Laufbahngruppen höherer und gehobener Dienst seit Jahren kontinuierlich an und liegen mittlerweile bei knapp 56 Prozent. Im höheren Dienst sind Frauen zu 48 Prozent vertreten. „Leider arbeiten derzeit nur gut 16 Prozent Frauen in Leitungspositionen“, bedauert Hiller. Bei den stellvertretenden Dienststellenleiterinnen sieht es allerdings mit einem Frauenanteil von knapp 40 Prozent besser aus. „Und diese Frauen sind in der ‚Poolposition’, wenn ein Leitungsposten frei wird.“

Die geschlechtergerechte Personalentwicklung motiviere die Beschäftigten und verschaffe Wettbewerbsvorteile bei der Gewinnung qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ist Oberbürgermeister Maly überzeugt. „Vielfalt soll als Chance genutzt werden, um hierarchische Organisationen zukunftsfähig zu gestalten. Bei der Besetzung von Führungspositionen spielen Merkmale wie Geschlecht, Alter, Herkunft oder sexuelle Identität keine Rolle mehr. Fachliche Leistung und persönliche Eignung sind ausschlaggebend.“

Teilzeit an der Spitze

Mit einer Rahmenvereinbarung zur Flexibilisierung der Arbeitszeiten und Frauenförderplan ermöglicht es die Stadt Nürnberg Frauen und Männern, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Derzeit arbeitet in der Stadtverwaltung etwa jede zweite Frau in Teilzeit, insgesamt sind es gut 30 Prozent aller Beschäftigten. Das Prädikat TOTAL E-QUALITY versteht Maly nicht nur als ‚Weiter so’, sondern gleichzeitig als Verpflichtung, Teilzeit auch in Leitungspositionen zu ermöglichen und diese Stellen paritätisch zu besetzen.

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Stadtverwaltung Nürnberg

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Prädikatsträger
2001, 2004, 2007, 2010, 2013 und 2016
Nachhaltigkeitspreis
2013
Diversity Prädikat
2016
Organisationsbereich
Verwaltungen & Verbände
Branche:
Behörden & Verwaltungen
Ansprechpartner(in):
Eva Löhner

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Stadt Nürnberg.