Chancengleichheit in Forschung und Lehre

Freie Universität Berlin

Die Freie Universität Berlin belohnt Fachbereiche, die sich für Gleichstellung einsetzen.

Mit ihrem Engagement für Chancengleichheit gehört die Freie Universität Berlin zur Spitzengruppe der deutschen Hochschulen: Im bundesweiten Ranking zur Gleichstellung an Hochschulen liegt sie seit Jahren ganz oben. Sie ist als familiengerechte Hochschule zertifiziert und bekam 2011 zum vierten Mal das Prädikat TOTAL E-QUALITY.

Langjähriges Engagement für Geschlechtergerechtigkeit

Foto von Prof. Dr. Peter-André Alt„Zukunft von Anfang an“, lautet das Motto der Freien Universität Berlin (FU) und Justitia, die Gerechtigkeit, ist als ein Leitbegriff im Siegel verankert. „Die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern wurde deshalb an der Freien Universität schon frühzeitig als herausragende Zukunftsaufgabe erkannt“, sagt FU-Präsident Prof. Dr. Peter-André Alt: „Wir können auf eine bald 40-jährige Tradition erfolgreicher und vorbildlicher universitärer Gleichstellungspolitik zurückschauen.“ So wurde bereits 1974 eine Kindertagesstätte für den Nachwuchs von Angestellten und Studierenden eingerichtet und sieben Jahre später die „Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung“ gegründet. Diese fördert die Integration von Frauen- und Geschlechterforschung, Gender- und Diversity-Kompetenz in Wissenschaft und Ausbildung und unterstützt Studierende, Lehrende und Forschende in diesem Bereich. Seit 1991, direkt nachdem im Berliner Hochschulgesetz das Amt der Frauenbeauftragten verankert wurde, gibt es an der FU eine zentrale Frauenbeauftragte für die gesamte Universität sowie dezentrale Frauenbeauftragte an den verschiedenen Fachbereichen. In den vergangenen zehn Jahren wurden Gleichstellungsmaßnahmen vor allem über Zielvereinbarungen zwischen Hochschulleitung und den einzelnen Instituten sowie Hochschuleinrichtungen für jeweils zwei Jahre beschlossen. Zudem ist Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern ein Kriterium für die Mittelzuweisung an die Fachbereiche. Insbesondere für die Berufung von Frauen auf unbefristete Professuren gibt es finanzielle Anreize.

Erfolg auf allen Ebenen

Als Belohnung für diese und andere Maßnahmen wurde der FU Berlin 2007 im Rahmen des Audits „berufundfamilie“ das Zertifikat familiengerechte Hochschule verliehen. Auch der Auszeichnung als eine von neun bundesweiten Exzellenzuniversitäten im selben Jahr, lagen unter anderem Gleichstellungsaspekte zu Grunde. Der FU Berlin wurde in der Begutachtung bescheinigt, sich hier auf dem Niveau internationaler Spitzenuniversitäten zu befinden. Das Total-E-Quality-Prädikat erhält die FU Berlin nach den erfolgreichen Bewerbungen 2002, 2005 und 2008 nun bereits zum vierten Mal in Folge. Die Jury begründete die Verleihung unter anderem damit, dass „die Bemühungen, den Frauenanteil an allen Statusgruppen zu steigern, durch einen auf 30 Prozent angestiegenen Professorinnenanteil und 46 Prozent Juniorprofessorinnen in 2010 belegt werden“. Im Vergleich zu 1996 hat sich der Frauenanteil an den Professuren der FU Berlin damit etwa verdreifacht. „In nahezu allen Aktionsfeldern wurden herausragende Aktivitäten mit nachhaltigem Erfolg festgestellt“, so die Jury weiter.

Auch aufgrund des erfolgreichen Engagements für Chancengleichheit sieht Peter-André Alt die FU Berlin „für die Herausforderungen der Zukunft und die Veränderungen durch den demographischen Wandel gut gewappnet“. Für die Zukunft strebt er an, „dass das Engagement für Chancengleichheit und gegen Diskriminierung im Sinne eines umfassenden Kulturwandels dauerhaft zu einem selbstverständlichen Bestandteil des alltäglichen Handelns in der Freien Universität Berlin wird“.

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Prädikatsträger
2002, 2005, 2008, 2011, 2014 und 2017
Nachhaltigkeitspreis
2014
Diversity Prädikat
2017
Organisationsbereich
Wissenschaft
Branche:
(Fach-)Hochschule/Universität

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Freien Universität Berlin.