Chancen für Professorinnen

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf fördert die Berufung von Professorinnen und schafft familienbewusste Strukturen.

Um den Frauenanteil auf allen Stufen der akademischen Ausbildung zu erhöhen und Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Studium oder Beruf zu ermöglichen, hat die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf verschiedene Programme und Projekte entwickelt. Dafür hat sie 2010 bereits zum zweiten Mal das Prädikat TOTAL E-QUALITY bekommen.

Motivation für die Karriere

Foto von Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper„Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf konkurriert auf ausgewählten Forschungsfeldern mit den besten Universitäten und Forschungseinrichtungen“, so Rektor Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper. „Die Chancengleichheit von Frauen und Männern ist bedeutendes Kriterium für die Entwicklung unserer Hochschule und wird als Querschnittsaufgabe begriffen. In diesem Sinne fühlt sich die Heinrich-Heine-Universität den Prinzipien von Gender Mainstreaming und Diversity verpflichtet.“

Seit 2004 hat die Universität mit Sanda Grätz erstmals eine freigestellte und nicht mehr „nur“ ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte. Sie und ihre fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ein klares Ziel vor Augen: „Mehr Frauen von der Promotion zur Professur zu bringen.“ Fast die Hälfte der Promovierenden hier sind Frauen – aber nicht mal 20 Prozent der Professorenschaft. „Diese Kluft wollen wir immer weiter schließen“, sagt Grätz. Laut Gleichstellungskonzept soll der Professorinnen-Anteil bis 2013 bei 25 Prozent liegen. Doch selbst die 20 Prozent sind schon ein Erfolg: Seit 2005 ist die Zahl der weiblichen Professoren bereits um acht Prozent gestiegen – obwohl gleichzeitig einige von ihnen in den Ruhestand gegangen sind. „Wir müssen dauerhaft mehr Frauen berufen als altersbedingt ausscheiden.“ Deshalb spricht die Universität zum Beispiel über Netzwerke Wissenschaftlerinnen und Habilitandinnen an und motiviert sie, sich für eine Professur zu bewerben. Sie bietet ein individuelles Coachingprogramm für Professorinnen und Professoren an und Fakultäten erhalten bei jeder mit einer Frau besetzten Professur zusätzliche Mittel für Gleichstellungsprojekte.

Mit ihrem Comeback-Programm ermöglicht die Heinrich-Heine-Universität Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nach einer Familienpause den Einstieg in die Habilitationsphase. Ein Mentoringprogramm für Doktorandinnen in der letzten Promotionsphase soll diese zu einer Hochschulkarriere motivieren. Daneben gibt es vier weitere Mentoringprogramme, unter anderem für approbierte Medizinerinnen und promovierte Naturwissenschaftlerinnen. „Mit diesen und anderen zum Teil ineinandergreifenden Projekten wollen wir die Zahl weiblicher Führungskräfte steigern“, erklärt Grätz. „Das ist schon deshalb wichtig, damit wir nicht irgendwann mit einem erheblichen Fachkräftemangel konfrontiert sind.“

Familie im Fokus

Das FamilienBeratungsBüro unterstützt Mütter und Väter bei allen familienbezogenen Fragen, begleitet Notfallsituationen und hilft, bedarfsgerechte und individuelle Kinderbetreuung zu finden. „Es organisiert seit 2009 auch unser Programm VäterZEIT“, so Grätz. Dazu gehören unter anderem der Aufbau eines Uni-Väter-Netzwerkes und Wochenendveranstaltungen für Väter und Kinder. „Plötzlich werden auch die männlichen Professoren als Väter wahrgenommen, die Familie und Beruf unter einen Hut bekommen müssen.“

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Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Prädikatsträger
2007, 2010 und 2013
Organisationsbereich
Wissenschaft
Branche:
(Fach-)Hochschule/Universität

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Heinrich Heine Universität Düsseldorf.