Universität Konstanz

Prädikate

Prädikatsträger
2009 und 2012

Stichworte

Institutionalisierung der Gleichstellungspolitik

Integration der Gleichstellung in Universitätsstrukturen und –strategien: Der Gleichstellungsplan ist Teil des Struktur- und Entwicklungsplans der Universität Konstanz. Dort sind die gleichstellungsbezogenen Funktionen verankert (Gleichstellungsbeauftragte, Sektionsgleichstellungsbeauftragte, Gleichstellungsrat als Kommission des Senats, Gleichstellungsreferat als operationelle Einheit) und die Rechte auf Information und Teilnahme an Gremien und Stellenbesetzungsverfahren der (Sektions-)Gleichstellungsbeauftragten festgehalten. Das Gender Mainstreaming-Konzept erfasst vorhandene Strategien und Strukturen und dient als Arbeitsgrundlage für die Hochschulleitung und andere Universitätseinrichtungen zur Umsetzung struktureller Maßnahmen der Geschlechtergerechtigkeit. Daneben wurde die Gender AG einberufen, deren Mitglieder alle zentralen Einrichtungen der Universität repräsentieren und somit zur Vernetzung und Steuerung der Gleichstellungsmaßnahmen aus der Exzellenzinitiative beitragen. Darüber hinaus arbeitet das Gleichstellungsreferat aktiv in nationalen Gremien (z.B. im Vorstand der BuKoF, LaKoG) und im Netzwerk Gender Mainstreaming mit.

Nachwuchsförderung für Frauen in der Wissenschaft

Brückenstipendien für Nachwuchswissenschaftlerinnen: Die Universität Konstanz vergibt Brückenstipendien, um hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen in kritischen Phasen der beruflichen Qualifikation zu fördern. Die Laufzeit beträgt drei bis sechs Monate (in begründeten Ausnahmefällen bis zu 9 Monate, z.B. mit Kind). Für Doktorandinnen werden Brückenstipendien zum Promotionseinstieg und zum Abschluss gewährt, für Postdoktorandinnen zum Habilitationseinstieg. Die Ausschreibung erfolgt zwei Mal jährlich.

Sonstiges

Dual Career Programm: Dual Career Couples (DCC) sind „Paare, in denen beide Partner eine hohe Bildung und Berufsorientierung besitzen sowie eine eigenständige Berufslaufbahn verfolgen.“ Diese Paar- und Familienkonstellation trifft mittlerweile auf einen überwiegenden Teil der Wissenschaftler/innen zu. Die Universität Konstanz hat sich daher zum Ziel gesetzt, Duale Karrierepaare gezielt zu unterstützen und strebt dabei insbesondere eine Erhöhung des Frauenanteils in der Wissenschaft an. Partner/innen von neu nach Konstanz kommenden Professor/innen und Nachwuchswissenschaftler/innen können sich zu beruflichen Anschlussmöglichkeiten in der Region oder wissenschaftlicher Weiterqualifizierung beraten lassen. Daneben wird in Konstanz ein transnationales und hochschul(arten)übergreifendes Netzwerk mit bislang sieben Hochschulen zur Förderung dualer Karrieren koordiniert. Das Netzwerk hat sich insbesondere zum Ziel gesetzt den Frauenanteil in der Wissenschaft zu erhöhen, die Attraktivität der Hochschulen für Frauen zu steigern und den Wissenschafts- und Wirtschaftsraum vom Bodensee bis zum Neckar nachhaltig auszubauen.

Strategien und Aktivitäten zur Erhöhung des Frauenanteils

Chancengleiche Stellenbesetzung: Die Universität Konstanz hat neben der Vereinbarung von Zielvorgaben zur Erhöhung des Frauenanteils Richtlinien und Empfehlungen verabschiedet und entsprechende Strukturen geschaffen: Mit den Richtlinien zur „Chancengleichheit bei Stellenbesetzungen“ hat die Universität Gleichstellungsstandards festgelegt, die in Berufungs- und anderen Auswahlverfahren eingehalten werden müssen. Die Universität stellt ihren Fachbereichen Empfehlungen zu einer gleichstellungsorientierten Stellenbesetzung zur Verfügung. Die Fachbereiche und Exzellenz-Einrichtungen der Universität Konstanz sind zur aktiven Rekrutierung von Wissenschaftlerinnen angehalten. In jeder Berufungskommission ist entweder die Gleichstellungsbeauftragte, eine der Sektionsgleichstellungsbeauftragten oder eine Berichterstatterin der Gleichstellungsbeauftragten vertreten. Die jeweilige Gleichstellungsvertretung ist zuständig dafür, dass in den Berufungsverfahren Standards eingehalten werden, die Wissenschaftlerinnen trotz ihrer von der Norm des männlichen Wissenschaftlers abweichenden Situation dieselben Chancen eröffnen. Die Gleichstellungsbeauftragten und Berichterstatterinnen orientieren sich an einem Leitfaden und einem standardisierten Fragebogen, der auch der Evaluation der geschlechtsspezifischen Chancenstrukturen in Berufungsverfahren dient. Die Berichterstatterinnen werden regelmäßig geschult und weitergebildet.

Sonstiges

Führung eines Monitoring über alle Gleichstellungsprojekte: Die Erfolge der Gleichstellung an der Universität Konstanz werden auf zwei Ebenen dokumentiert, beobachtet und evaluiert: Zum Einen sichert das Gleichstellungsreferat durch eine stetig geführte Datenbanken, dass Zahlenmaterial stets aktuell verfügbar ist. Einige Beispiele sind: Monitorings über Frauenanteile für alle Qualifikationsebenen, über geführte Beratungsgespräche, über Veranstaltungen und über die Beteiligung von Frauen in Berufungsverfahren. Zum anderen werden die Projekte zur Gleichstellung in einem Monitoring verfolgt. Für jedes Projekt werden Maßnahmen, Ziel, Verantwortliche und Ausgangslage dokumentiert. Um Projektfortschritt und -erfolg beurteilen zu können, werden Ressourceneinsatz, Risiken und Grenzen, Entwicklungsmöglichkeiten sowie Erfolgskriterien dokumentiert und verfolgt.

Integration von Vätern und Müttern während der Familienphase

Vereinbarungen zur Vereinbarkeit: „Vereinbarungen zur Vereinbarkeit“ sind strukturierte Gespräche zur Vorbereitung von Mutterschutz, Elternzeit und Wiedereinstieg. Sie finden statt mit (zukünftigen) Eltern, Betreuungsperson sowie Gleichstellungsreferat und sollen optimal auf Schwangerschaft, Mutterschutz, Elternzeit und Wiedereinstieg vorbereiten. Dabei werden wichtige Informationen weitergegeben und Rahmenbedingungen für Abwesenheit und Wiedereinstieg geklärt.


Zurück zur Datenbank

Allgemeine Informationen

Bundesland
Baden-Württemberg
Ort
Konstanz
Organisationsbereich
Wissenschaft
Branche
(Fach-)Hochschule/Universität
Anzahl der Beschäftigten
ca. 2400
Anzahl der Studierenden
9273

Kontakt

Internetauftritt