Franziska Giffey

Statement der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend a. D.

Die Coronavirus-Pandemie hat uns deutlich vor Augen geführt, welche Relevanz gleichstellungs-politische Fragen für unsere Gesellschaft haben. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Aufwertung der sozialen Berufe und eine geschlechtergerechte Verteilung von Führungspositionen sind Beispiele dafür.

Wir müssen darüber reden, warum Frauen den Löwenanteil der unbezahlten Sorgearbeit schultern, warum sie häufiger in Teilzeit arbeiten und für die gleiche Arbeit weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Wir müssen über die Frauen reden, die in den systemrelevanten Berufen das Land am Laufen halten. Besonders in den sozialen Berufen braucht es mehr als Applaus: eine echte Aufwertung und bessere Bezahlung. Und wir müssen darüber reden, warum Frauen in den Chefetagen der Unternehmen nach wie vor systematisch unterrepräsentiert sind.

Wir wissen aus vielen Studien: Die besten Entscheidungen treffen Führungsteams, in denen Männer und Frauen vertreten sind. Das gilt besonders auch in Krisenzeiten. Frauen in Führungspositionen fördern den wirtschaftlichen Erfolg und stehen für eine moderne Unternehmenskultur. Es ist höchste Zeit, dass dieser Erkenntnis Taten folgen.

(Bildnachweis: Bundesregierung / Jesco Denzel)

(Bildnachweis: Bundesregierung / Jesco Denzel)