Chancengleichheit kein weiches Thema
Die Gleichberechtigung von Frauen in Ausbildung und Beruf lässt sich nicht länger als ein weiches Thema für Wirtschaft und Politik abtun. Der Zugang von Frauen zu qualifizierten Tätigkeiten ist längst auch ein wichtiger Standortfaktor im globalen Wettbewerb geworden. Frauen in Zukunft noch besser die Möglichkeit zu eröffnen, auf allen Hierarchieebenen ihre Qualifikationen einzubringen und dies auch mit einer Familiengründung gut vereinbaren zu können, ist ein wichtiges Ziel der Bundesregierung.
Chancengerechtigkeit zu stärken ist daher auch eine zentrale Leitlinie der Politik des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Das gilt für die Exzellenzinitiative ebenso wie für den Pakt für Forschung und Innovation und den Hochschulpakt 2020. Auch das gemeinsam mit den Ländern aufgelegte Professorinnenprogramm hat maßgeblich dazu beigetragen, den Anteil von Frauen in der Wissenschaft zu steigern und positive Impulse zu geben für die Gleichstellung von Frauen in der Forschung und auch für mehr Familienfreundlichkeit in den Hochschulen.
Wir können und wollen nicht länger zulassen, dass eine große Zahl gut ausgebildeter und hochmotivierter Frauen von qualifizierten Beschäftigungen ausgeschlossen bleibt. Wir brauchen einen Wandel der Arbeitskultur. Traditionelle Rollenbilder müssen überprüft werden. Viele Unternehmen und Wissenschaftsinstitutionen haben sich auf den Weg gemacht zu mehr Chancengerechtigkeit und Familienfreundlichkeit. Das zeigt nicht zuletzt die wachsende Zahl von Auszeichnungen mit dem TOTAL E-QUALITY-Prädikat. Ich freue mich über die Attraktivität dieser Auszeichnung und danke dem TOTAL E-QUALITY e.V. für seine engagierte Arbeit.
Prof. Dr. Annette Schavan
Bundesministerin für Bildung und Forschung



