TOTAL E-QUALITY fordert „Freiwilligkeit plus Verbindlichkeit“

„Dass Freiwilligkeit bei der Umsetzung von Chancengleichheit erfolgreich ist, zeigt die ,4. Bilanz Chancengleichheit’ von Bundesregierung und Wirtschaftsverbänden. Doch das Ziel einer echten Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist noch nicht erreicht. Wir brauchen für die Zukunft eine neue  Verbindlichkeit“, sagt Eva Maria Roer, Vorsitzende der Initiative TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. Der Verein fordert deshalb „Freiwilligkeit plus Verbindlichkeit“. „Die Sozialpartner sollen sich in den einzelnen Branchen selbst Ziele setzen und die Wege dorthin beschreiben. Aber dass sie sich solche Ziele setzen, dafür muss der Gesetzgeber sorgen“, sagt Roer.

Der Verein appelliert daher an die Spitzenverbände der Wirtschaft, das erfolgreiche Prinzip der Freiwilligkeit jetzt engagiert weiterzuentwickeln: „Wenn die Wirtschaft nicht mit konstruktiven und für die einzelnen Branchen verbindlichen Programmen aufwartet, wird die Europäische Kommission eine Quote einführen. Vorbei an jeder betrieblichen Realität“, warnt Roer.

TOTAL E-QUALITY Deutschland hat ein Positionspapier vorgelegt, das analog zum Verfahren bei Mindestarbeitsentgelten auf verbindliche Vereinbarungen der Sozialpartner setzt. Dieses Verfahren werde den Ansprüchen aller Wirtschaftszweige gerecht. Nur im Fall einer Nicht-Einigung sei dann die Bundesregierung gefordert, einzugreifen.

Prädikatsträger

Für beispielhaftes Handeln im Sinne einer an Chancengleichheit ausgerichteten Personalführung vergibt der Verein jährlich das TOTAL E-QUALITY Prädikat. Alle Prädikatsträger mit einem aktuell gültigen Prädikat finden Sie hier.

 


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