In Island leben Frauen am besten

Die meisten Rechte und die beste Lebensqualität genießen Frauen in den skandinavischen Ländern und Kanada. Bei einem Länder-Ranking des Nachrichtenmagazins „Newsweek“ landet Deutschland nur auf Platz 30.

Newsweek hat bei seinem Ranking „Die besten und schlechtesten Länder für Frauen“ 165 Länder nach den fünf Kategorien Justiz, Gesundheit, Bildung, Wirtschaft und Politik bewertet. Auf Grundlage  von unter anderem Daten der Vereinten Nationen, des Weltwirtschaftsforums und aus Beratungen mit Fachleuten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat Newsweek für das Ranking 28 Faktoren ermittelt und bis zu 100 Punkte vergeben. Island steht mit 100 von 100 Punkten auf Platz 1, gefolgt von Schweden (99,2), Kanada (96,6), Dänemark (95,3) und Finnland (92,8). Deutschland liegt mit 83,4 Punkten nur auf Platz 30. Schlusslichter sind der Jemen (12,1), Afghanistan (2) und der Tschad (0).

Deutschland konnte insbesondere bei Bildung (96,8) und Gesundheit (94,7) punkten, erreichte bei der politischen Repräsentation von Frauen allerdings nur 62,7 Punkte. In punkto wirtschaftliche Chancengleichheit bekam Deutschland 78,2, für die Gleichbehandlung vor dem Gesetz 74 Punkte.

Die 20 Länder mit den höchsten Gesamtpunktzahlen haben fast alle demokratische Regierungen, so Newsweek. Tendenziell schnitten Länder im Westen am besten ab, wo Diskriminierung aufgrund des Geschlechts gesetzlich verboten und Gleichberechtigung verfassungsrechtlich verankert ist. Andererseits bekamen einige insgesamt gut platzierte Länder wie Kanada schlechte Bewertungen bei der politischen Repräsentation und der Mitbestimmung am Arbeitsplatz – wo Länder wie Kuba und Burundi wiederum eine höhere Punktzahl erreichten.

Chancengleichheit als Wirtschaftsfaktor

Auch wenn nicht alles gemessen und objektiv miteinander verglichen werden könne, ließen sich doch bestimmte Schlussfolgerungen ziehen, schreibt das Nachrichtenmagazin. So helfe ein besserer Zugang von Frauen zu Handel und Wirtschaft dabei, Arbeitsplätze zu schaffen, Einkommen zu erhöhen, mehr politische Stabilität zu schaffen, weniger militärische Konflikte zu führen, die Bildungschancen von Kindern zu erhöhen und mehr Nahrung zur Verfügung zu haben. Laut Newsweek profitiert die Wirtschaft von Frauen auch deshalb, weil sie rund 90 Prozent ihres Einkommens in das Gemeinwesen und die Familie investieren. Männer würden dies hingegen nur mit etwa 40 Prozent ihres Einkommens tun.

Weitere Informationen:
Newsweek-Ranking
Newsweek-Artikel (engl.)

Prädikatsträger

Für beispielhaftes Handeln im Sinne einer an Chancengleichheit ausgerichteten Personalführung vergibt der Verein jährlich das TOTAL E-QUALITY Prädikat.               Alle Prädikatsträger mit einem aktuell gültigen Prädikat finden Sie hier und die Liste der Prädikatsträger 2013 hier.


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