Gastgeberin war in diesem Jahr die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die erstmals selbst mit dem Prädikat ausgezeichnet wurde. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat die Verleihung des Prädikats als Beispiel für die Wirtschaft in Bayern gewertet, dass es für Frauen und Männer in den Betrieben gleiche Chancen gibt. „Sowohl für die Unternehmen wie für die Beschäftigten ist es ein Gewinn, wenn Arbeitnehmer Familie und Beruf besser vereinbaren können und wenn Frauen auch nach einer Babypause ihren Karriereweg in Unternehmen finden können“.
Bayerns Frauenministerin Christine Haderthauer sagte „Gleiche Chancen für Frauen und Männer, das ist weiterhin die Aufgabe unserer Zeit – und ich füge hinzu: leider! Ich bin erst zufrieden, wenn Weiblichkeit keine Gehaltsbremse und kein Karrierehindernis mehr ist. Es darf nicht sein, dass eine Ingenieurin – nachdem sie Kinder bekommen hat – unter ihrem Qualifikationsniveau arbeiten muss, nur weil sie in Teilzeit tätig ist. Hier sind in erster Linie die Unternehmen gefragt, die Vereinbarkeit von Familie und Karriere weiter voranzutreiben. Familienfreundlichkeit wird der Erfolgsfaktor der Zukunft sein! Qualifizierte Fachkräfte suchen sich ihren Arbeitsplatz zunehmend nach diesem Kriterium aus – wo Familie auf der Strecke bleibt, gehen Spitzenkräfte zur Konkurrenz. Ich appelliere aber auch an alle Frauen: Stellt euer ‚Licht nicht unter den Scheffel‘ – Frauen müssen sich den Aufstieg in Führungspositionen zutrauen und ihn wagen!“
Das TOTAL E-QUALITY Prädikat wurde in diesem Jahr an 37 Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung verliehen. Fünf davon bekamen das Prädikat bereits zum fünften Mal verliehen. Dieses starke lebendige Engagement in Sachen Chancengleichheit wurde mit dem neugeschaffenen TOTAL E-QUALITY-Nachhaltigkeitspreis gewürdigt.
Eine Podiumsdiskussion unter dem Thema „Mit Chancengleichheit zum Kreativitätssprung“ beleuchtete die verschiedenen Facetten zwischen Chancengleichheit und Kreativität. Eva Maria Welskop-Deffaa, Abteilungsleiterin im BMFSFJ, Nicoline Mühlmeier, Senior Designerin bei BMW, Prof. Reinhard Putz, Vizepräsident der Ludwig-Maximilians-Universität München und Barbara Wagner, Geschäftsführerin des Zentrums für Weiterbildung in Frankfurt/Main diskutierten unter der Moderation von Roland Zimmermann vom Bayerischen Rundfunk in einem offenen Gespräch.
Im Schlusswort erläuterte Eva Maria Roer, die Vorstandsvorsitzende von TOTAL E-QUALITY am Beispiel ihres eigenen Unternehmens, welche Vorteile kreative Lösungen im Personalbereich für den unternehmerischen Erfolg bringen. Die neuesten Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin machen in deutlicher Weise sichtbar, dass die Vereinbarung der Bundesregierung mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft aus dem Jahr 2001 noch lange nicht das Ergebnis gebracht hat, was damit beabsichtigt war. Es braucht weiterhin Organisationen, wie die Träger des TOTAL E-QUALITY Prädikats, die in der Summe neue Maßstäbe in unserer Gesellschaft setzen.




