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PERSONALKurzinterview: Eva Maria Roer, Unternehmerin und Initiatorin des Prädikats TOTAL E-QUALITY, steht zum Dauerbrenner Chancengleichheit

Aus: „Personal“, 01/2010

Ist eine Auszeichnung für die Chancengleichheit der Geschlechter nicht so langsam überholt?

Überhaupt nicht! Ich träume von dem Zeitpunkt, an dem ich mich selbst überholt habe. Aber momentan finde ich es noch sehr wichtig, Veränderungsprozesse zu unterstützen. Wir denken sogar darüber nach, den Preis auszuweiten und auch Einzelpersonen - dann aber Frauen wie Männer- für vorbildliches Verhalten in puncto Chancengleichheit auszuzeichnen.

Fürchten Sie durch die Auszeichnung keine Probleme mit dem AGG, vielleicht fühlt sich ja doch einmal ein einzelner Mann benachteiligt?

Nein - denn wir zeichnen Unternehmen oder Institutionen aus. Gesetze sind dafür da, Menschen zu Mindeststandards anzuhalten. Mit dem Preis weisen wir auf Vorbildliches hin - und die Ausgezeichneten können diesen Preis für internes und externes Marketing nutzen, um Mitarbeiterinnen zu gewinnen oder Sympathie für ihre Produkte zu wecken. Wenn wir zum Beispiel die Stadt München mit dem Prädikat auszeichnen, dann zeigt dies, dass die Verwaltung wirklich viel für die Gleichstellung unternimmt. Öffentliche Institutionen haben per Gesetz schon höhere Standards zu erfüllen. Dann wollen wir gerne außergewöhnliches Verhalten öffentlich machen.

Was hat Sie in Ihrer Arbeit am meisten überrascht?
Ich habe eigentlich erwartet, dass Unternehmen und Organisationen bei uns Schlange stehen, um eine solche Auszeichnung zu erhalten und sich damit als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Aber es ist immer wieder das Gleiche: Nur, wenn der Leidensdruck hoch, sprich, der Arbeitsmarkt enger wird, bemühen sich die Unternehmen auch um die Frauen. So gesehen hatte ich schon Ende der 90er-Jahre erwartet, dass wir uns überholt haben. Aber die Männer halten doch sehr hartnäckig an der Macht fest.


Familienfreundliche Arbeitswelt - Arbeitsfreundliche Familienwelt
Ein Garant für den unternehmerischen Erfolg?!

aus "Die Unternehmerin", Verbandszeitschrift des VdU, 2/2007

Eine familienfreundliche Arbeitswelt, die die Vereinbarung von Beruf und Famillie gewährleistet, ist derzeit in aller Munde. Die Bundesregierung unterstützt diesen Prozess mit der Schaffung von mehr Kinderbetreuungsplätzen und der Umgestaltung des Erzieungsgeldes. Die Unternehmen haben erkannt,, dass sie Möglichkeiten schaffen müssen, die ihren Mitarbeiter/innen die optimale Kombination beider Lebensbereiche bietet. Dadurch sollen die Mitarbeiter/innen stärker motiviert werden und sich an ihr Unternehmen binden.

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Missionarin für gleiche Chancen
Zehn Jahre Total E-Quality: Verein vergibt wieder Prädikate

aus: Mainpost, 11.10.2006

Es ist zwar nur ein kleines Jubiläum - gerade mal zehn Jahre als ist "Total E-Quality Deutschland" - doch bewirkt hat dieser Verein mit der Kissingerin Eva Maria Roer an der Spitze schon einiges. Das Ziel von Total E-Quality ist die Chancengleichheit von Frauen und Männern in Institutionen von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung mit mindestens 15 Beschäftigten.

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