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25.11.08

Angela Merkel bleibt die weltweit mächtigste Frau

Das US-Wirtschaftsmagazin «Forbes» hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wie in den letzten beiden Jahren zur mächtigsten Frau der Welt gekürt. Auf den folgenden Rängen der Rangliste mit den weltweit 100 mächtigsten Frauen aus Politik und Wirtschaft gab es hingegen Verschiebungen. So ist die Amerikanerin Sheila Bair, Chefin des staatlichen Einlagenfonds der US-Banken (FDIC), neu auf Platz zwei. Sie hat laut «Forbes» bei der Bewältigung der Kreditmarktkrise eine wichtige Rolle gespielt. Einen Sprung von Platz fünf auf Platz drei machte Indra Nooyi, Konzernchefin des Getränkegiganten PepsiCo (Pepsi-Cola). Dahinter folgen aus den USA Angela Braly, Geschäftsführerin des Krankenversicherers WellPoint, und aus Grossbritannien Cynthia Carroll, Geschäftsführerin des Bergbau-Konzerns Anglo-American. Zweite Europäerin auf der Rangliste hinter Angela Merkel ist die Französin Anne Lauvergeon, Chefin des französischen Atomkraftbetreibers Areva. Sie kam auf Rang neun. Mit Hynd Bouhia, Chefin der Börse von Casablanca, ist erstmals eine Frau aus Marokko auf der Rangliste (Rang 29). Die im Vorjahr auf Platz zwei klassierte frühere chinesische Vize-Premier- und Gesundheitsministerin Wu Yi ist nicht mehr klassiert, weil die 70-Jährige im Frühjahr 2008 von ihren politischen Ämtern zurückgetreten ist. Die im Vorjahr Dritt-platzierte Ho Ching, Chefin des mächtigen Staatsfonds Temasek und Ehefrau von Singapurs Premierminister, muss sich dieses Jahr mit Rang acht begnügen. Damit liegt sie knapp hinter US-Aussenministerin Condoleez-za Rice, die von Platz 4 im Vorjahr auf Platz 7 zurückgefallen ist.

Die «Forbes»-Rangliste basiert auf den Kriterien Karriere, Einfluss auf die Wirtschaft und Berichterstattung in internationalen Medien. Wie in den Vorjahren sind vor allem Frauen aus den USA auf der Rangliste. Zu den international bekannteren Namen gehören unter anderen die neue argentinische Präsidentin Cris-tina Fernandez de Kirchner (Rang 13), die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet (Rang 25), die gescheiterte US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Rodham Clinton (Rang 28), die US-Talkshow-Moderatorin Op-rah Winfrey (Rang 36), die Wettbewerbskommissarin der EU Neelie Kroes (Rang 47) und Tzipi Livni (Rang 52), israelische Aussenministerin und neue Vorsitzende der Kadima-Partei.

Angela Merkel ist wie in den Vorjahren die einzige Frau aus Deutschland auf der Rangliste. Aus Italien ist Marina Berlusconi, Chefin der Finanzholding Fininvest und des Verlages Mondadori, als einzige auf der Rangliste (Rang 34) klassiert. Giuliana Benetton hingegen berücksichtigte «Forbes» dieses Jahr nicht mehr. Neu auf der Rangliste {Rang 84) ist aus der Schweiz die gebürtige Chinesin Margaret Chan. Sie ist seit fast zwei Jahren Direktorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit Sitz in Genf. Aus Österreich ist wie bisher keine Frau auf der «Forbes»-Rangliste. Adresse: Die Rangliste ist im Internet: www.forbes.com/lists/2008/11/biz_powerwomen08_The -100-Most-Powerful-Women Rank.html

aus: FrauenSicht - Die führende Zeitung für engagierte Frauen und Männer, 4/2008